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Hinter den Schlossmauern von Greng schwelt seit längerem ein massiver Konflikt zwischen dem Gemeinderat und ein paar Mitbürgern.

 

Greng | Persönliche Angriffe und eine Flut von Beschwerden brachten das Fass zum Überlaufen. Der Gemeinderat von Greng tritt deswegen per 30. April 2019 geschlossen zurück.

«Wir mussten einen Schlusspunkt setzen», erklärte Rico Martinelli, Gemeinde­ammann von Greng, am Dienstag auf Anfrage. Am Montagabend hatte er der Gemeindeversammlung den kollektiven Rücktritt des Gemeinderats verkündet. Alle fünf Gemeinderatsmitglieder stellen ihre Ämter per 30. April 2019 zur Verfügung. Massgebend für den radikalen Schritt ist laut Martinelli, dass der Gemeinderat seit rund 18 Monaten mit verschiedenen Beschwerden, Anfragen, Strafandrohungen und Verfahren eingedeckt wird. «Diese gehen alle von einem einzelnen Bürger aus», erläuterte der Gemeindeammann. Der damit verbundene Schriftverkehr habe sie an ihre Kapazitätsgrenze gebracht – für die Gemeinschaft relevante Themen mussten hintenanstehen. Die Gemeinde mit 176 Einwohnern hat gemäss einer Medienmitteilung von Dienstag nur eine einzige Vollzeitstelle in der Verwaltung, die sich zwei Angestellte teilen. fko

Lesen Sie weiter im «Murtenbieter» vom 7. Dezember 2018.